| 18.09.2008 CDU kümmert sich um ganz junge Mütter |
Rheinische Post vom 18. September 2008
INTERVIEW
Ulrike Ulrich, CDU-Fraktionschefin
im Kreistag. RP-ARCHIVFOTO: EVERS
KREIS KLEVE Die stetig wachsende Zahl blutjunger Mütter hat die Kreis-CDU alarmiert. Nach einem Gespräch mit dem Sozialdienst Katholischer Frauen, das die Fraktionschefin im Kreistag, Ulrike Ulrich, gemeinsam mit den beiden Fachausschuss-Vorsitzenden Adolf Schreiber und Peter Hohl, führte, wollen die Christdemokraten jetzt die Initiative ergreifen. Ulrike Ulrich erläuterte im Gespräch mit RP-Redaktionsleiter Jürgen Loosen, wie und warum.
Sie haben nachdenkenswerte Zahlen und Fakten erfahren?
Ulrike Ulrich Ja, es gibt eine hohe Zahl von Schwangeren in der Altersgruppe bis 20 Jahre, die die beiden Berufskollegs in Kleve und Geldern besuchen. Vom 1. Januar 2007 bis Mitte 2008 wurden 235 Kinder geboren von Mädchen und Frauen bis einschließlich 20 Jahren, die dann zudem noch häufig beschließen, ihre Berufsausbildung oder die Schule abzubrechen.
Welche Schlüsse zieht die CDU?
Ulrich Es ist ja schön, wenn junge Frauen sich entscheiden, ihre Schwangerschaft auszutragen und sich damit für das Leben der Kinder entscheiden. Aber zwei Dinge gilt es zu berücksichtigen: Die Zukunftschancen der Mädchen müssen gesichert werden und dazu ist es unabdingbar, die Karriere der jungen Mütter in Schule oder Beruf fortzusetzen. Und es müssen optimale Möglichkeiten für Betreuung und Förderung der Kinder zur Verfügung stehen.
Das heißt?
Ulrich Schwerpunkt der Kreispolitik in den vergangenen Jahren war die Entwicklung von Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren. Da sind wir als politisch Verantwortliche erneut gefordert, uns um die Frage zu kümmern, ob eventuell weitere Maßnahmen erforderlich sind. Benötigen wir zum Beispiel eine Betreuung am jeweiligen Schulstandort in der Zeit, in der die Mütter die Schulbank drücken.
Was wollen Sie tun?
Ulrich Wir werden jetzt die Verwaltung beauftragen, die gesamte Problematik zu untersuchen und idealerweise möglichst bald einen geeigneten Lösungsvorschlag vorzulegen.
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