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10.06.2008 » Druckversion
KiBiz ist in der Gemeinde Kranenburg angekommen
VON GERTRUD KERSTEN

Es müssen keine Gruppen geschlossen werden

Mit dem neuen Gesetz zur Betreuung, Erziehung und Bildung von Kindern (Kinderbildungsgesetz –KiBiz) hat die CDU-geführte Landesregierung in NRW vor dem demografischen Hintergrund die Weichen in die richtige Richtung gestellt. Alle Kinder werden durch Sprachförderprogramme bis zum Eintritt in die Schule die deutsche Sprache beherrschen. Die Betreuung von Kindern unter drei Jahren wird maßgeblich verbessert. In Familienzentren, die den Kindergärten angegliedert sind, werden Eltern in ihrer Erziehungsarbeit durch Betreuung, Bildung und Beratung unterstützt. Darüber hinaus können Eltern frei entscheiden, wie viel Zeit ihr Kind im Kindergarten verbringen soll. Auch Angebote von mehr als 45 Stunden pro Woche sind möglich, so dass Familie und Beruf miteinander vereinbar sind ( was in Kranenburg von Müttern auch zunehmend mehr praktiziert wird). Für die Verbesserung der Kinderbetreuung, die Einrichtung von Familienzentren und die Förderung der frühkindlichen Bildung erhöht das Land NRW seinen finanziellen Einsatz von 819 Mio Euro auf mehr als 1 Mrd. Euro. Die Kindpauschale beträgt für die 35-Stundenbuchung 5.747 €. Hinzu kommen möglicherweise konzeptresultierend diverse Sonderleistungen für die Einrichtungen. So erhält z. B. der eingruppige Kindergarten in Zyfflich zusätzlich 15.000 €.

Dazu sollte man wissen, dass die CDU-Fraktion in Kranenburg sich gemeinsam mit der CDU-Kreistagsfraktion dafür eingesetzt - und beschlossen hat, dass auch die Gemeinde Kranenburg die sinnvollen Veränderungen mit eigenen Mitteln ( über die Jugendamtsumlage ) unterstützt. Vorrangiges Ziel war und ist, eine Erhöhung der Elternbeiträge trotz Verbesserung des Leistungsangebotes zu vermeiden. Der Jugendhilfeausschuss hat in seiner Sitzung am 13. Nov. 2007 dem Kreistag eine Elternbeitragbeteiligung von 12,34 % ( deutlich unter der Landesvorgabe von 19 %) empfohlen. Die bisherige Beitragsfreigrenze wurde von 12.600 € auf 15.000 € angehoben. Die soziale Staffelung ist in 5 Stufen gewährleistet. Geschwisterkinder sind beitragsfrei. Der Kreis Kleve mit den jugendamtslosen Gemeinden wie Kranenburg investiert insgesamt 9,7 Mio. €. In der Februar-Kreisausschusssitzung wurde per Dringlichkeitsentscheidung festgelegt, dass die Elternbeiträge der Kinder ab 2 Jahren auf das Niveau der Elternbeiträge für Kinder ab Vollendung des 3. Lebensjahres abgesenkt werden. So investiert der Kreis mit den angehörigen Gemeinden noch mal 200.000 Euro zusätzlich zugunsten der Eltern.

Nachfragen in den Kranenburger Kindergärten machen deutlich, dass die großen Negativbefürchtungen unbegründet waren.. Das wohnortnahe Angebot in Trägervielfalt ist gesichert. Die Pauschalen kommen rechtzeitig an. Hauptbuchungszeiten sind die 35 Stunden. Der St. Elisabeth-Kindergarten in Kranenburg wird mit u. a. Landesmittel den Umbau für die Betreuung Unterdreijähriger realisieren. Erfreulich ist auch, dass die Zahl der niederländischen Kranenburger Kinder wächst. Die sehnlich erwarteten Personalvereinbarungen, die die Qualifikation, den Personalschlüssel und die Verbindlichkeit regeln, sind unterzeichnet und mittlerweile in den Kindergärten angekommen. Die Vorbereitungen für die Zertifizierungen der Kindergärten zu Familienzentren z. B. im St. Barbara-Kindergarten in Nütterden laufen auf Hochtouren. Die integrativen Einrichtungen in Kranenburg und Nütterden finden sich in KiBiz wieder. Die Eltern sind zufrieden.

Mit all diesen Entscheidungen können die Elternbeiträge in einigen Bereichen sogar deutlich gesenkt werden, was dem Ziel der CDU entgegenkommt: Kranenburg ist eine familienfreundliche Gemeinde im familienfreundlichen Kreis Kleve.

Bemängelt wird derzeit noch, dass Eltern sich schon sehr früh entscheiden müssen und die Belegungsflexibilität während des Jahres verloren gegangen ist. Der Bürokratieaufwand ist wie bei allen strukturellen Veränderungen noch relativ hoch.
Zu wünschen bleibt noch, dass eine Neuausrichtung der Erzieherinnenausbildung nach europäischem Standard vorangetrieben wird.
Darüber sollte spätestens 2011 in der im KiBiz vorgeschehenen Revisionsphase gesprochen werden.

Der CDU ist dran gelegen, sobald haushaltspolitische Möglichkeiten vorhanden sind, Bildung in Kindergärten beitragsfrei anzubieten. Dafür wird sie sich einsetzen.

Fazit. Eltern nutzen Kindergärten wie noch nie



 
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